Autoneum – Vom Minus ins Plus

Der starke Schweizer Franken und die steigenden Rohstoffpreise sind ein Problem für viele Unternehmen, besonders in der Schweiz. Wenn dann noch Katastrophen wie das Erdbeben in Japan im März dieses Jahres hinzukommen, kann einem das den Geschäftsbericht schon zunichte machen. Nimmt man all diese Aspekte zusammen, dann hat Autoneum noch die Kurve gekriegt.

Das Unternehmen, welches aus der Abspaltung des Rieter-Konzerns hervorgegangen und erst seit Mai an der Börse notiert ist, präsentierte seinen ersten Halbjahresbericht. Nach roten Zahlen im Vorjahr, damals betrug der Verlust 30,8 Mio CHF, vermeldete man nun einen Reingewinn von 1,5 Mio. CHF. Der Betriebsgewinn kletterte von 4,6 Mio CHF auf 21,6 Mio CHF und der Umsatz stieg leicht um 0,5% auf 881 Mio CHF an.

Nach Angaben des Konzerns wurde die deutliche Verbesserung des Ergebnisses mit einem tieferen Personalaufwand und reduzierten Betriebsausgaben begründet. Auch das starke Wachstum in Asien, trotz der Katastrophe in Japan, sowie die weiterhin positive Stimmung in den meisten Automobilmärkten trug einen erheblichen Teil zu diesem Ergebnis bei. Saisonal bedingt erwartet man für das zweite Halbjahr jedoch geringere Umsätze. Zielsetzung sei es, ein Umsatzwachstum über der mittelfristigen Zielsetzung von 4 – 5% in Lokalwährungen zu erreichen. Wie jedoch sieht das der Markt?

Die Erwartungen der Analysten wurden nicht erfüllt. Auch die Anleger sind noch nicht überzeugt, dass der eingeschlagene Weg zum Erfolg führt. Im Ergebnis dessen ging es mit der Aktie erst einmal abwärts. Wir werden den Wert weiterhin beobachten, sehen jedoch zum jetzigen Zeitpunkt keine Empfehlung für einen Einstieg.

Autoneum in CHF

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