Bei VTG läuft es wie auf Schienen

Der Hamburger Schienenlogistiker gab seine Zahlen zum 1. Halbjahr 2011 bekannt und die waren durchaus positiv. Der Wachstumskurs wurde konsequent fortgesetzt und auch die Prognose für das 2. Halbjahr wurde bestätigt.

Beim Umsatz erreichte man mit 373,8 Mio. Euro eine Steigerung um 21,7% gegenüber dem Vorjahreswert mit 307,1 Mio. Euro. Das EBITDA stieg um 11,8% auf 83,9 Mio. Euro. Beim operativen Cashflow ging es leicht um 6,1% auf 60,9 Mio. Euro nach unten. Grund hierfür war die durch ein gestiegenes Geschäftsvolumen deutliche Erhöhung an Forderungen.

Der Umsatz im Bereich der Schienenlogistik lag im 1. Halbjahr bei 149,4 Mio. Euro. Das sind 55,5% mehr als im Vergleich zum Vorjahr, wo der Umsatz bei 96,1 Mio. Euro lag. Der Umsatz im Bereich der Tankcontainerlogistik stieg um 12,9% auf 77,3 Mio. Euro. Hier lag der Vorjahreswert bei 68,5 Mio. Euro.

Das Unternehmen hatte seine Finanzierung durch eine US-Privatplatzierung und einen Konsortialkredit Anfang Mai neu strukturiert. Wie Vorstandsvorsitzender Dr. Heiko Fischer erläuterte, erhält man dadurch weiterhin die Flexibilität, die sich bietenden Marktchancen zu nutzen. Durch die Übernahmen des Waggonvermieters Sogerent und der Railcraft-Gruppe wurde die Wachstumsstrategie bestätigt. Gleichzeitig ermöglichen diese VTG die Erschliessung neuer Kunden und Märkte auf internationaler Ebene.

Bei der Übernahme von Sogerent ging es um eine Flotte von 300 Waggons. Railcraft brachte VTG eine Flotte von 870 Mineralölwagen russischer Standardbauweise. Durch diesen Deal konnte man in den baltischen Markt und auch in den Bereich der GUS-Staaten vordringen, immerhin der zweitgrösste Schienenverkehrsmarkt weltweit. Das allein beinhaltet grosse Chancen, seine Marktanteile auszubauen.

So bekräftigte das Unternehmen auch seine Prognose. Demnach soll der Umsatz im Geschäftsjahr 2011 zwischen 720 – 760 Mio. Euro und das EBITDA zwischen 165 – 170 Mio. Euro im oberen Bereich betragen. In unserer Ausgabe 19/11 hatten wir die Aktie zum Kauf empfohlen. Auch dieser Wert litt unter den Unsicherheiten im Markt und nahm den Weg nach unten, jedoch ohne fundamentale Begründung. Das Ergebnis ist sehr gut und auch die Aussichten sind viel versprechend. Wir sind von der Stärke des Konzerns überzeugt und raten Ihnen, die Aktie zu halten.

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