Intercell dämmt Verlust ein

Der in Wien ansässige Hersteller für Impfstoffe gab heute seine Zahlen für das 2. Quartal 2011 bekannt und so bitter wie erwartet schmeckte die Medizin gar nicht.

Der Umsatz steigerte sich um 31,3% auf 12,7 Mio. Euro nach 9,66 Mio. Euro im Vorjahr. Der Verlust ging um 80,7% auf 1,6 Mio. Euro zurück. Auf das erste Halbjahr gesehen stieg der Umsatz um 27,5% auf 18,38 Mio. Euro, wobei der Verlust auf 12,9 Mio. Euro gesenkt wurde.

Grossen Anteil hatte zum einen der Umsatz des einzigen verkauften Produktes Ixiaro/Jespect. Dies ist ein Impfstoff gegen die Tropenkrankheit Japanische Enzephalitis. Hier stieg der Umsatz um 85% und stellte damit das beste Quartalsergebnis seit Produkteinführung dar. Grund hierfür war die starke Zunahme im Militärbereich sowie ein markantes Wachstum in den wichtigsten Reisemärkten.

Zum anderen scheint die Strategie von Thomas Lingelbach zu funktionieren. Dieser hatte im Mai die Führung des Konzerns übernommen und der angeschlagenen Firma einen Sparkurs auferlegt. Hierunter fiel die Ankündigung von Stellenstreichungen sowie auch die Eindämmung der Kosten in den Bereichen Forschung und Entwicklung. Diese Restrukturierung zeigte auch schon erste Erfolge. So wurden die Kosten in der Verwaltung um 21,9% sowie in den Bereichen Forschung und Entwicklung um 57,7% gesenkt.

Für das laufende Jahr geht Intercell bei dem Impfstoff Ixiaro von einem Umsatzplus zwischen 60 und 70% und einem Nettoverlust von 30 bis 40 Mio. Euro aus.

Bisher zweifelte der Markt immer wieder an, ob und wie lange die Liquiditätsreserven bei den eingefahrenen Verlusten reichen werden. Dies stellt sicher auch nach wie vor ein Risiko dar. Jedoch wurden die Verluste im Berichtszeitraum um einen nicht unerheblichen Teil gesenkt, was ein Indiz dafür sein könnte, dass es der Konzern schafft, die noch vorhandenen Verluste nach und nach abzubauen und den Cashflow zu erhöhen. Dies könnte dann der Startschuss in einen Rebound sein. Zum jetzigen Zeitpunkt warten wir jedoch erst einmal ab, wie sich der Wert in der nächsten Zeit entwickelt.

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