Stühlerücken bei Fiat

Fiat bekommt einen neuen Vertriebschef. Für den Markt überraschend hat der bisherige Vertriebschef Andrea Formica das Handtuch geworfen und seinen Rücktritt zum Monatsende verkündet. Was umso erstaunlicher ist, da der Manager erst seit einem Jahr an Bord des italienischen Autobauers war. Davor war er europäischer Vertriebschef für Toyota und Leiter der Italien-Sparte von Ford.

Dass er nun seinen Abschied nimmt, dürfte für beide Seiten das Ende einer zunehmend belasteten Verbindung sein. Denn Formica selbst konnte im Europa-Geschäft nicht viel bewegen. Der Marktanteil von Fiat sank zum 1. Halbjahr 2001 von zuvor 8,1% auf nun 7,2%. Was allerdings nicht nur der Tatsache geschuldet war, dass die ökonomischen Rahmenbedingungen sich zunehmend eintrübten, sondern weil das Top-Management auch mehr auf die Übernahme von Chrysler fokussiert war.

Die schwachen Resultate dürften wohl auch dazu geführt haben, dass Formica seine Hoffnungen begraben musste, in den neu geschaffenen Executive-Rat von Fiat berufen zu werden, der die Geschicke von Fiat und Chrysler überwacht. Ausserdem nahm man ihm im Juli die Verantwortung für die Marke Fiat weg.

Das dürfte das Fass zum Überlaufen gebracht haben. Ob diese Personalie die Perspektiven der Aktie neu bestimmt und vor welchen Herausforderungen der neue Vertriebschef steht, klären wir im neuen Schweizer Kapitalbrief, der elektronisch am Donnerstag vorliegt.

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