Sonova zückt den Rotstift

Der Hörgeräte-Hersteller Sonova berichtete heute über das erste Geschäftshalbjahr 2011/12 und musste einen Umsatzrückgang vermelden. Ursache hierfür war u. a. der starke Franken gegenüber dem Euro und Dollar.

Der Umsatz sank gegenüber dem Vorjahreswert um 8,2% auf 763 Mio. Franken. Besonders gut entwickelte sich hier der Umsatz der Hörgeräte Produktlinien. Schleppend dagegen verläuft das Geschäft mit Hörimplantaten. Erinnert sei hier auch an den Rückruf der Cochlea-Implantate von Ende letzten Jahres aufgrund eines technischen Defekts. Dieser ist mittlerweile behoben und das Implantat seit Mitte September 2011 wieder in Umlauf.

Die Unternehmensführung ist der Ansicht, dass der Markt für die Cochlea-Innenohrimplantate mittelfristig gesehen grössere Wachstums- und Rentabilitätschancen bietet als der Markt für Mittelohrimplantate. Deshalb will man sich auf den Bereich der Cochlea-Implantate sowie die Weiterentwicklung ihrer Systeme konzentrieren. In der Konsequenz daraus wird der Standort Lonay geschlossen. Dort waren 26 Mitarbeiter in der Forschung für die Entwicklung eines Mittelohrimplantats beschäftigt.

Die Aktie hat sich seit unserer letzten Halten-Empfehlung bereits wieder deutlich erholt, liegt jedoch aufgrund der Turbulenzen an der Börse im August immer noch etwas unter unserem Einstiegsniveau. Sonova hat zwar nach wie vor mit der ungünstigen Währungssituation zu kämpfen, verfolgt jedoch konsequent ihren eigenen Fahrplan. Insofern raten wir zum weiteren Halten, da hier noch Luft nach oben ist.

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