Etihad Airways wird grösster Einzelaktionär bei Air Berlin

Mit dem Einstieg der arabischen Fluglinie und der damit verbundenen neuen strategischen Partnerschaft hat sich Air Berlin selbst beschenkt. Etihad Airways, dass zu 100% im Besitz der Herrscherfamilie Al Nahyan der Vereinigten Arabischen Emirate ist, erhöht seinen Anteil jetzt von 2,99% auf 29,21%. Allerdings steht die kartellrechtliche Genehmigung noch aus.

Mit der Erhöhung seiner Anteile verschmelzen auch die Vielflieger-Programme und die Streckennetze. Dank der neuen Partnerschaft wird das Streckennetz auf 239 Destinationen in 77 Ländern erweitert. Ein wichtiger Punkt in der Zusammenarbeit ist das Codeshare-Abkommen, von dem beide Airlines deutlich profitieren werden.

Ein zentraler Punkt für Air Berlin ist die Aufnahme von Flugverbindungen nach Abu Dhabi. Ziel ist, Abu Dhabi ab 15. Januar viermal wöchentlich anzufliegen und den Standort zum Drehkreuz für Flüge nach Asien und Australien auszubauen, teilte Air Berlin mit. Die Anzahl der wöchentlichen Flüge soll sich von 29 auf 42 bis Mitte April erhöhen.

Doch auch Etihad Airways profitiert von der neuen Partnerschaft. Mit dem Codeshare-Abkommen eröffnet sich dem arabischen Flugunternehmen ein breiterer und komplementärer Markt, kommunizierte der Flugkonzern. Das Codeshare umfasst nämlich auch die österreichische Fluglinie Niki sowie die Schweizer Airline Belair.

Nach dem Zusammenschluss befördern die beiden Flugunternehmen gemeinsam mehr als 40 Mio. Passagiere. Air Berlin und Etihad Airways betreiben zusammen 233 Flugzeuge und beschäftigen knapp 18.000 Beschäftigte.

Neben dem Erwerb der Aktien gewährten die Araber Air Berlin auch eine Finanzierungslinie mit fünfjähriger Laufzeit in Höhe von 255 Mio. US-Dollar. Das Geld soll laut dem deutschen Flugunternehmen genutzt werde, um die Flugzeugflotte weiterzuentwickeln und das Netzwerkwachstum auszubauen.

Der Umsatz beläuft sich derzeit auf 6,9 Mrd. Euro. Für die nahe Zukunft gibt sich vor allem Air Berlin sehr optimistisch. So prognostiziert das deutsche Unternehmen einen zusätzlichen Umsatz bei den jeweiligen Airlines von 35 bis 40 Mio. Euro. Ausserdem planen beide Fluggesellschaften eine Überprüfung der Bereiche Flottenbeschaffung und Wartung sowie Überholung und Reparatur hinsichtlich ihrer Kosteneffizienzen.

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