Strukturreform bei der Salzgitter AG

Investoren horchen auf: Die Salzgitter AG wird im Jahr 2011 deutlich mehr Gewinn verbuchen können. Der Grund hierfür liegt jedoch nicht in Rekordsteigerungen beim Umsatz. Auch Resultate aufgrund von Kosteneinsparungen sind nicht die Ursache. Was aber dann?

Der Konzern zeigt sich kreativ. Durch die Vielzahl der einzelnen inländischen Tochtergesellschaften konnten die erzielten Gewinne und Verluste bisher nur eingeschränkt untereinander verrechnet werden. Die Folge daraus sind erhebliche steuerliche Nachteile. 

Nun will man die Tochterunternehmen neu sortieren. Ziel der Reform ist somit, die einzelnen Konzerngesellschaften zu einem einheitlichen steuerlichen Organkreis zusammenzuführen, um die genannten Nachteile zu vermeiden, kommunizierte das Unternehmen.

Im Zuge dieser gesellschaftsrechtlichen Strukturänderung wird die Klöckner-Werke GmbH, eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Salzgitter AG, die wesentlichen inländischen Mehrheitsbeteiligungen und das Finanzclearing des Unternehmens übernehmen. Die Führungsstruktur ändert sich dadurch aber nicht.

Diese Reform hat gleichzeitig auch Auswirkungen auf das Geschäftsjahr 2011. Einer Prognose auf Basis geltender IFRS-Rechnungslegungsbestimmungen zufolge, wird sich der Nachsteuergewinn im Konzernabschluss höchstwahrscheinlich um 100 Mio. Euro erhöhen. Das Vorsteuerergebnis von 200 Mio. Euro bleibt allerdings unberührt.

Zum 01. Januar 2012 soll die gesellschaftsrechtliche Strukturänderung wirksam werden, unter dem Vorbehalt der Zustimmung des Aufsichtsrates, der am 15.12.2011 hierüber entscheiden will.

Wir behalten unser Investment in Salzgitter bei. Auch wenn man bei den zuletzt vorgelegten Zahlen leicht unter den Erwartungen der Analysten lag, Umsatz und Gewinn wurden verbessert. Den Märkten fehlt in der jetzigen wirtschaftlichen und politischen Situation andauernd die Orientierung, was sich täglich an den Kursen ablesen lässt. Wir sehen in Salzgittter jedoch durchaus noch Potenzial, was sich hoffentlich bald auch wieder am Kurs der Aktie ablesen lässt.

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