Eurohypo lässt Commerzbank verzweifeln

Der teilverstaatlichten Commerzbank droht neuer Ärger. Wie aus Finanzkreisen zu hören ist, könnte sich die Kapitallücke auf über 6 Mrd. Euro erweitern. Schuld an dem Dilemma haben die Tochter Eurohypo und das hochverschuldete Land Griechenland. Die Ratingagentur Moody’s hat bereits mit einer Abstufung der Kreditwürdigkeit der Commerzbank gedroht.

Die Europäische Bankenaufsicht wies der Commerzbank bereits eine Kapitallücke von 5,3 Mrd. Euro nach. Die notwendigen Gelder müssen unbedingt besorgt werden, damit die ab Mitte 2012 geforderte Quote von 9% harten Kernkapitals erfüllt werden kann. Jetzt besteht sogar die Möglichkeit, dass sich die Kapitallücke noch mal vergrössert.

Eine wichtige Rolle nimmt dabei die Europhypo ein. Griechenland steht bei dem Tochterunternehmen massiv in der Kreide. Allerdings verhandelt der fast bankrotte Staat zurzeit mit Gläubigern über einen möglichen Schuldenschnitt. Dabei sollen aktuell fällige Anleihen in längerfristige Papiere umgewandelt werden.

Der entscheidende Faktor sind hierbei die Zinssätze. Die Commerzbank beziffert den Wert ihrer griechischen Anleihen auf  1,4 Mrd. Euro. Sollte sich bei den Verhandlungen die Parteien mit einem niedrigen Zinssatz durchsetzen, könnte das Loch der Commerzbank grösser werden. Das Bankinstitut rechnet bereits mit einem Kapitalbedarf von mindestens 6 Mrd. Euro, heisst es aus der Führungsetage.

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