Kampfansage von Fiat

Der europäische Autobauer Fiat und sein Partner Chrysler wollen sich für die Zukunft rüsten. Dabei orientieren sich die beiden Autobauer, vor allem was die Verkaufszahlen betrifft, an den grossen Drei: Volkswagen, Toyota und General Motors.

Um allerdings den oben genannten Konkurrenten langfristig die Stirn bieten zu können, muss das eigene Unternehme effektiv aufgestellt sein, kommunizierte Fiat-Chef Sergio Marchionne. Damit der Konzern konkurrenzfähig bleibt, hat sich der italienische Autobauer das ehrgeizige Ziel gesetzt, in naher Zukunft 10 Mio. Fahrzeuge pro Jahr herzustellen.

Damit das Ziel realisierbar sei, ist Fiat auf der Suche nach einem geeigneten Kooperationspartner. Medienberichten zufolge steht erneut PSA Peugeot Citroen ganz hoch im Kurs. Schon vor Jahren unterbreitete Fiat dem französischen Konzern ein Übernahmeangebot, scheiterte aber letztendlich. Diesmal sollen die Chancen jedoch besser stehen. So ist aus Fachkreisen zu hören, dass die Franzosen bereit wären, Verhandlungen über eine Allianz zu starten.

Analysten zufolge würde damit die Möglichkeit bestehen, die Effizienz deutlich zu steigern. Durch die Kooperation sollen auch Kosten gesenkt werden. Denn für 2012 prognostizieren die Experten Fiat ein schwieriges Jahr. Vor allem in Europa und den USA wird Fiat mit erheblichen Problemen zu kämpfen haben. Wie das Unternehmen jetzt bekannt gab, wird für den europäischen Markt mit einem Verkaufsrückgang in Höhe von 500.000 Fahrzeugen gerechnet. Auch in den USA sieht es nicht bedeutend besser aus. Dort liegt der neue Fiat 500 deutlich hinter den Erwartungen zurück.

Grosse Hoffnungen setzen die Italiener deshalb in ihren Partner Chrysler, an dem Fiat mittlerweile 58,5% hält. Im vergangenen Jahr schraubte Chrysler seine Verkäufe auf 1,4 Mio. hoch und liess damit die schärfsten Rivalen General Motors und Ford hinter sich. Ausserdem will Fiat stärker in den brasilianischen Markt investieren, der bislang unterschätzt worden ist.

Unser Investment in Fiat brachte in den letzten Monaten einige Verluste mit sich. Die oben erwähnte Suche nach einem Partner könnte sich jedoch auch positiv auf den Aktienkurs auswirken und diesem wieder auf die Beine helfen. Nicht zu vergessen ist hierbei auch der positive Einfluss von Chrysler, die durchaus erfolgreich am Markt vertreten sind. Wir bleiben bei Fiat mit einer Halten-Empfehlung am Ball.

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