Micronas bleibt auf Kurs

Licht und Schatten bei Micronas (ISIN CH0012337421). Der Halbleiterdesigner und Hersteller von Mikrochips musste im Geschäftsjahr 2011 einen Umsatzrückgang verbuchen. Auf der anderen Seite konnten die Schweizer den Nettogewinn am Ende aber deutlich nach oben schrauben.

Micronas setzte im vergangenen Jahr 158,8 Mio. Franken um. Im Vergleich zu 2010 bedeutet dies ein Rückgang von 17%. Ausschlaggebend hierfür waren der schwache Euro und das Auslaufen mehrerer Produkte wie beispielsweise in der Consumer Sparte. Von den rund 159 Mio. Franken erwies sich die Sparte Automotive als das Zugpferd. Satte 151,8 Mio. Franken setzte das Segment um. Dies ist zwar ein Verlust von 7% im Vergleich zum Vorjahr.

Allerdings zeigte sich Micronas mit dem Ergebnis aufgrund des Erdbebens in Japan mehr als zufrieden. Traditionell erwirtschaften die Schweizer hier einen Großteil ihres Umsatzes. Und man konnte mit dem Umsatzergebnis auch besser als erwartet abschneiden, weil viele Analysten mit noch schärferen Einbrüchen wegen Japan gerechnet hatten.

Düsterer sah es dagegen in der Consumer-Sparte aus. Lediglich 7 Mio. Franken betrug der Umsatz. In 2010 setzte das Unternehmen dagegen noch 26,6 Mio. Franken um. Grund für den Einbruch war der schwache Euro, der das Segment schwer belastete. Der negative Trend setzte sich auch beim Betriebergebnis fort. Dieses rangierte bei 20,6 Mio. Franken nach zuvor 26,1 Mio. Franken. Trotz der Verluste verdiente Micronas am Ende auch dank einer Steuergutschrift deutlich mehr. Der Konzernüberschuss wurde um stolze 72% auf 11,5 Mio. Franken gesteigert.

Insgesamt zeigten sich Analysten aber relativ beruhigt, da die Bilanz grundsätzlich im Rahmen der Erwartungen blieb. Damit sollte auch der charttechnische Turnaround ohne grössere Turbulenzen weitergehen können. Und die Aktie hat noch viel vor. Wir sehen hier einen mehr oder minder geraden Durchmarsch bis mindestens auf das Niveau von 15 Franken, wo man Anfang 2011 erst mal den Rückwärtsgang wieder einlegen musste.

Gelänge nun der Break, wäre der Weg auf mindestens 20 Franken frei. Aber auch so bieten die 15 Franken schon ein lohnendes Ziel, was einen Gesamtgewinn von über 100% möglich machen würde. Wer bereits engagiert ist, bleibt es. Wer noch überlegt, sollte einen Einstieg nicht auf die zu lange Bank schieben. Zur Vorsicht nehmen wir nun auch einen Stopp-Loss bei 8,30 Franken mit.

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