Nestlé wächst weiter

Die Schuldenkrise hält die Welt, besonders Europa, weiter im Atem. Allerdings lässt sich Nestlé davon nicht beeindrucken und wächst weiter. Speziell in den Schwellenländern konnte der Lebensmittelgigant kräftig zulegen. Doch auch im kriselnden Europa behielten die Schweizer weiterhin den Durchblick.

In den Schwellenländern verbuchte Nestlé ein organisches Wachstum, ohne Akquisitionen und Wechselkurse, von 7,5%. Dies spiegelte sich am Ende auch in der Bilanz wieder. So erhöhte sich der Gewinn um 8% auf 9,5 Mrd. Franken. Besonders Produkte wie Fertigpizzas, Kaffee und Schokoladenriegel kommen immer besser bei der aufstrebenden Mittelklasse an, teilte das Management mit.

Auch der Wechselkurs beeinflusste Nestlé nicht in dem Masse wie andere Schweizer Unternehmen. Ursache hierfür ist, dass der Konzern weltweit produziert und verkauft. Dadurch handelt Nestlé mit verschiedenen Währungen und die Unterschiede fallen nicht so stark ins Gewicht, kommunizierten Analysten.

Die Finanzexperten bestätigten ebenfalls die Strategie der Schweizer, sich besonders in den Schwellenländern zu positionieren. Vor allem in China, Indien und Brasilien zahlte sich die verstärkte Präsenz besonders aus. Allein im Reich der Mitte will Nestlé in diesem Jahr 5 Mrd. Franken umsetzen.

Neben den aufstrebenden Märkten schaffte es Nestlé auch, in Europa ein Wachstum zu verzeichnen. Dieses beläuft sich im Jahr 2011 auf knapp 4%. Hauptsächlich hochwertige Produkte wie Nespresso setzten die Schweizer stärker ab. Laut Finanzexperten waren Premiumprodukte deutlich krisenresistenter und dies wirkte sich stabilisierend auf das Europageschäft aus.

Damit die Schweizer auch in diesem Jahr weiter wachsen, sind Investitionen in Millionenhöhe geplant. Zum einen will das Unternehmen ein neues Werk in Schwerin bauen. Das Volumen beläuft sich auf eine dreistellige Millionensumme.

Das neue Werk soll überwiegend Kapseln für Kaffeemaschinen herstellen, teilte ein Unternehmenssprecher mit. Die Fabrik wird direkt vor den Toren der Landeshauptstadt Mecklenburg-Vorpommerns, im Industriegelände Göhrener Tannen, entstehen. Die Stadt Schwerin erhofft sich durch den Bau die Schaffung von hunderten von Arbeitsplätzen, so ein Regierungssprecher.

Neben dem neuen Standort Schwerin will Nestlé auch in den britischen Markt investieren. Geplant sind zunächst 500 Mio. Pfund über die nächsten drei Jahre. In 2011 betrug der Nettogewinn 6,6 Mrd. Pfund bei einem Umsatz von 83,6 Mrd. Pfund.

Somit gelang es Nestlé am Ende wieder einmal, die Konkurrenz deutlich hinter sich zu lassen. Rivalen wie Danone und Unilever konnten mit dem Tempo von Nestlé nicht mithalten. Aufgrund des guten Produktportfolios wird der Lebensmittelkonzern auch im kommenden Jahr die Konkurrenten in Schach halten können, da sind sich Analysten einig.

Die Aktie von Nestlé setzt ihren Aufwärtskurs derweil fort und nähert sich dem 5-Jahres-Hoch bei 56,90 Franken. Wird diese Marke durchbrochen, könnte der Wert ganz neue Höhen erklimmen und der Trend in die Richtung scheint weiterzugehen. Wir bleiben hier selbstverständlich investiert.

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